Liebe SVlerinnen und SVler, liebe Schülerinnen und Schüler Essens,
ihr als SV oder du als SchülerInnensprecher oder -sprecherin seid Mitglieder in der BezirksschülerInnenvertretung (BSV) Essen und damit herzlich eingeladen an der dritten Bezirksdelegiertenkonferenz (BDK) in diesem Schuljahr teilzunehmen.
Die BSV Essen ist der staatlich anerkannte Zusammenschluss der SV’en in Essen und existiert seit 1972 durchgehend. Auf unseren SchülerInnenkonferenzen, welche mindestens 3 mal jährlich stattfinden, arbeiten wir zu allgemein- und schulpolitischen Themen, planen Aktionen und besprechen die großen und kleinen Probleme des SV-Alltags. Da wir eure Interessen vertreten, könnt und sollt ihr auf dieser BDK unsere Arbeit als Vertretung aller SV’en auf Stadtebene mitbestimmen.
SV-Umfrage
Liebe SVlerinnen und SVler!
Wie bereits auf der letzten BDK angekündigt, haben wir einen Umfragebogen erstellt, damit wir euch in Zukunft bei euren Projekten besser unterstützen können und ihr die Möglichkeit habt, uns Anregungen für die BSV-Arbeit zu geben. Dieser sollte euch auch mit der Einladung zur BDK am 04.06. per Post zugestellt worden sein, ihr könnt ihn aber auch hier online ausfüllen (Das erleichtert uns die Arbeit beim Auswerten).
Wir würden uns sehr freuen wenn ihr euch die Zeit nehmt, alle Fragen zu beantworten.
Falls ihr den Umfragebogen per Hand ausfüllen wollt schickt ihn uns bitte bis zum 11.06.12 per Post zurück oder kommt zu unserer Bezirksdelegiertenkonferenz und gebt uns den Bogen persönlich zurück.
Konzert zum 60. Jahrestag der Ermordung von Philipp Müller
Am 11. Mai 1952 kamen 30.000 Jugendliche aus der ganzen Bundesrepublik nach Essen. Ihr Ziel war die Friedenskarawane, eine Demonstration, gegen die Remilitarisierung und die kriegerischen Bestrebungen der Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg. Philipp Müller war einer von ihnen und wurde bei der Demonstration erschossen.
Er war damit der erste Demonstrant in der Geschichte der BRD der von der Polizei getötet wurde. Was vor 60 Jahren tausende Jugendliche in unsere Stadt brachte ist nach wie vor aktuell. Heute geht die Bundeswehr in Klassenzimmer und in Arbeitsämter um für sich und den Krieg zu werben. Die Aussichtslosigkeit auf ein Studium oder eine gute Ausbildung vieler Jugendlicher ist dabei entscheidende Grundlage für den Erfolg der Bundeswehr!
Immer noch werden Kriege geführt, aber für wen?
Weder für unsere Sicherheit noch für die Bevölkerung eines Landes in dem Krieg geführt wird. Im Gegenteil, bei uns fehlt das Geld in der Schule, an der Uni oder für öffentliche Freizeit- und Kultureinrichtungen, dass für den Krieg verschleudert wird und die Situation in Afghanistan beispielsweise hat sich seit Beginn des Krieges dramatisch verschlechtert. Gewinner des Krieges sind immer diejenigen die daran verdienen, sprich die private Wirtschaft!
Wir, dass Essener Jugendbündnis, nehmen das, zum Anlass, laut zu werden. Dafür findet am 12. Mai um 11 Uhr Vor der Gruga eine Demonstration statt.
Wir wollen laut sein gegen das, was uns auf die Nerven geht und für das, was wir fordern:
Schluss mit Krieg und Krise! Bundeswehr raus aus Schule, Uni und
Arbeitsamt! Schluss mit der Schließung von kommunalen Freizeiteinrichtungen!
- Für selbst organisierte Kulturangebote!
Zusammenfassung der BSV-Arbeit im Januar und Februar
Wie angekündigt, möchten wir versuchen euch im Verlauf dieses Jahres durch möglichst regelmäßige Berichte auch zwischen den Bezirksdelegiertenkonferenzen (BDK) über die Arbeit des Bezirksvorstandes auf dem Laufenden zu halten.
Inhaltliche Zusammenfassung der BDK-Workshops am 25.01.12
Die letzte BDK der BSV Essen, am 25.01.2012, befasste sich mit antifaschistischer SV Arbeit.
Was ist Faschismus eigentlich?
Um herauszuarbeiten was Antifaschismus ist, sollte man sich zuerst klar machen, was Faschismus überhaupt ist. Unter Faschismus versteht man heute jede antiliberale, antisozialistische Ideologie, gerade der Nationalsozialismus ist ein Beispiel für einen faschistischen Staat. Die faschistische Ideologie schließt Rassismus notweniger weise mit ein. Hinzu kommt, dass Faschismus diktatorisch organisiert ist und jegliche demokratischen Strukturen wie freie Wahlen, Meinungsfreiheit oder Oppositionen systematisch zerstört werden. Interessensvertretung durch Gewerkschaften oder SVen ist nicht mehr möglich, da alles von einer faschistischen Partei aus gesteuert wird.
Warum muss SV Arbeit antifaschistisch sein?
Antifaschismus als Teil der SV Arbeit muss nicht zwangsläufig in Form von antifaschistischen Konzerten oder Straßenfesten gemacht werden. Indem wir gute SV Arbeit machen und uns für das Recht auf Mitbestimmung, kostenlose Bildung und Chancengleichheit einsetzten, sind unsere Forderungen denen der Faschisten gegenübergestellt. Faschisten streben den Abbau von Demokratie an und wollen außerdem deutsche und nichtdeutsche Lerngruppen einführen, was gegen unsere Rechte als SchülerInnen verstößt. Als SchülerInnen haben wir das Recht auf kostenloses und heterogenes Lernen. Zudem fordern wir mehr Demokratie und Mitbestimmung an Schule, weswegen wir alle undemokratischen Strukturen, wie im Faschismus, ablehnen. SV Arbeit ist antifaschistisch, da wir zum einen die Gesamtinteressen aller SchülerInnen vertreten und nicht nur die der deutschen und zum anderen, weil wir demokratisch organisiert sind und arbeiten.
